Hier Download des Originalprospekt vom S 200 aus dem Jahre 1973

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» Der Urvater aller Superhochdecker «

Auf dem Genfer Salon 1972 überraschte Kässbohrer mit einem aufsehenden neuen Modell, dem Setra S 200. Es handelte sich dabei um einen Luxusreisebus mit einer Höhe von 3,55 m. Dadurch war es möglich, verschiedene Komforteinrichtungen unterhalb der Fahrgastsitze anzuordnen und dennoch großdimensionierte Kofferräume mit annähernd 15 m³ Fassungsvermögen vorzuhalten. Zudem wurden durch den hoch liegenden Fahrgastraum ausgezeichnete Sichtverhältnisse für die Reisenden erreicht.

Äußerlich fiel der 12 m lange S 200 durch die sphärisch gewölbte geteilte Windschutzscheibe und vor allem durch die nicht mehr gefassten sondern in den Aufbau eingeklebten Seitenscheiben auf. Diese Lösung hat eine größere Stabilität im Dachbereich zur Folge . Zudem verleiht das beinahe durchgehend wirkende Fensterband dem Fahrzeug ein sehr elegantes Aussehen.

Um das Fahrzeug ohne Gewichtsprobleme mit allen erdenklichen Komforteinbauten wie Küche, Bar, Garderobe, Toilette sowie Doppelverglasung ausstatten zu können, hatte man den S 200 als Dreiachser ausgelegt, wobei die dritte Achse eine einfach bereifte nicht nachgelenkte Schleppachse war. Als Antriebsquelle für den S 200 hatte man den Mercedes - Benz V 10 Diesel OM 403 mit 320 PS gewählt.

Die Serienproduktion des S 200 lief im im Juni 1972 an. Bereits im folgenden Jahr konnte er bei der Omnibuswoche in Nizza einen Grand Prix erringen. In dreieinhalb Jahren Produktionszeit brachte er es auf 50 Einheiten. Er wurde also nur parallel zur 100er Serie gebaut, ist aber wegen seiner Konzeption und seines Stylings als Vorfahre der neuen Generation von Setra Reisebussen anzusehen. Viele der Neuerungen von den geklebten Scheiben bis zur elektronisch gesteuerten Querstromraumbelüftung kamen erstmals beim S 200 zur Anwendung.

 

Der Setra S 200 in Kundenhand

 

Firma Bauer, Aufnahme vom 23.02.1985, in Heppenheim bei Firma Werner auf dem Betriebsgelände.

 
Firma Welter, Aufnahme vom 24.05.1984, in Koblenz am Hauptbahnhof.
 
Firma Schmelz, Aufnahme vom 25.09.1993, in Frankfurt (M.) an der Jahrhunderthalle.
 
 
 

Firma Geraldy, Aufnahme vom 17.09.1987, in Frankfurt (M.) auf dem Rebstockgelände/Messeparkplatz. Dieses Fahrzeug besaß die Scheinwerfer und Frontgrill der 100er Baureihe.

 
 
 

Firma Behles, Aufnahme vom 17.07.1985, in Bingen (Rh.) Busparkplatz. Dieses Fahrzeug besaß die Scheinwerfer und Frontgrill der 200er Baureihe (ab 1976).

 
Firma Gossens, Aufnahme vom 28.09.1986, in Köln am Rheinufer.
 

Firma Schäpers, Aufnahme vom 23.09.1981,  in Frankfurt (M.) auf dem Rebstockgelände/Messeparkplatz.

 
Originales Pressefoto von Kässbohrer aus dem Jahre 1972 in Monte Carlo.
 

Die Nachfolger und Verwandten

 

Der legitime Nachfolger des Setra S 200 war der Setra S 215 HDS Optimal, welcher ab dem Jahre 1980 im Verkaufsangebot war. Konstruktiv eng mit dem S 200 verwandt, waren die größten Unterschiede die nun ungeteilte Frontscheibe, eine gelenkte Nachlaufachse und als Antriebsquelle den Mercedes - Benz V8 Diesel OM 442A mit 330 PS. Aufgrund geringen Erfolgs wurde das Modell bereits 1983 wieder aus dem Programm genommen. Hier ein Fahrzeug der Firma König in Wirges in Rüdesheim an der Rheinhalle am 19.05.1986.

 

Das gleiche Konzept wies auf der Setra S 216 HDS Royal auf, welcher ebenfalls ab 1980 angeboten wurde und bis zur Ablösung durch die 300er Reihe im Jahre 1992 im Angebot blieb. Auch hier kam der V8 Diesel OM 442A mit bis zu 366 PS zum Einsatz. Dank Unterflurfahrerplatz konnte eine Sitzreihe zusätzlich vorgehalten werden. Hier ein Vorführwagen auf der Busmesse AMI`88 in Poreč/ Kroatien am 17.04.1988.

 

Im Jahre 1988 kam dann noch der Setra S 215 HDH Transcontinental hinzu, welcher aus dem für den nordamerikanischen Markt abgeleiteten Modell entstand, dem S 215 HDH Intercontinental. Hier ein Fahrzeug der Bundesbahn-Tochter Touring in Frankfurt, abgelichtet im Betriebshof am 12.05.1991.

 

Der Vollständigkeit halber erwähnt war als ähnliches Fahrzeug und Vorläufer des S 215 HDH Intercontinental der Setra Eagle für den nordamerikanischen Markt. Hier ein Exemplar aus dem Jahre 1976, welches bei Firma Mester in Wildsachsen eine vorübergehende Heimat fand und am Wertkauf im hessischen Sprendlingen am 26.06.1977 abgelichtet werden konnte (Türseite). Das Fahrzeug ist 1979 von der Firma Wagner in Ulm übernommen worden.

 

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